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Die folgenden Ratschläge sind "gewöhnliche" Ratschläge, die abhängig von der wirtschaftlichen oder Ihrer individuellen Situation mehr oder weniger zutreffend sein können. Nichtsdestoweniger sind sie für Sie wie für uns von Nutzen, denn wenn Sie Ihnen folgen, vereinfacht das natürlich unsere Arbeit (Sie sehen, dass INTUITU PERSONÆ keinen Parteijargon verwendet). DER IMMERWÄHRENDE LEBENSLAUF Vieles wurde über den Lebenslauf geschrieben und gesagt. Wenn dies auch die Arbeit der Kandidaten nicht vereinfacht hat, so hat es zumindest dazu beigetragen, gewisse Autoren zu bereichern. Leider ist ein Teil von ihnen nicht Personalvermittler, war dies vor langer Zeit oder ist es erst seit kurzem... Auch wir werden uns auf einige Beobachtungen beschränken, die dem gesunden Menschenverstand entsprechen ( die aber nicht immer gefallen, weil sie ein eigenständiges Denken erfordern). Die Frage "wozu dient ein Lebenslauf" zu beantworten, reicht bereits beinahe aus. Ein Lebenslauf ist kein Werbeblatt. Er ist ein Arbeitsmittel, Ihr ureigenstes Arbeitsmittel, d.h. ein technisches Dokument, etwas abweisend, sehr präzise, zum sofortigen Gebrauch gedacht, das indiziert, wie Sie für einen Arbeitgeber von Nutzen sein können. Wir gehen beinahe so weit, zu sagen, dass ein "guter" Lebenslauf ein trauriger Lebenslauf ist... Es ist DAS Schriftstück, das darüber entscheiden wird, ob ein potentieller Arbeitgeber Sie kontaktieren wird oder nicht. Deshalb ist ein "guter" Lebenslauf standardisiert, leicht lesbar und kurz. Er enthält nur Auskünfte, die unmittelbar von Nutzen sind und zwar nicht nur, wie man viel zu häufig hört, um Sie besser kennen zu lernen, sondern, um den Eindruck zu erwecken, dass Sie technisch gesprochen, die passende Person sein könnten. Tatsächlich hat der Lebenslauf den Zweck, Sie auszusondern. Es ist folglich nicht unbedingt notwendig, zu erwähnen, dass Sie Mah-Jong spielen und dass Sie bereits Bechuanaland besucht haben. Es wird immer die Möglichkeit bestehen, diese interessanten Themen im Laufe des Bewerbungsgesprächs anzusprechen. Im Gegensatz dazu und lediglich unter dem Vorbehalt, dass es sich hierbei um ein Beispiel handelt, erscheint es uns unerlässlich, mit größter Genauigkeit Ihre technischen Kompetenzen zu definieren: Das, was man erwarten kann, wenn man Sie anstellt. Als Beispiel hierfür: Ihr Sprachniveau muss klar bezeichnet sein. Zu vermeiden ist somit das Immerwährende "Englisch in Wort und Schrift" oder auch der Vermerk "fließend" (was zwei eher entgegengesetzte Bedeutungen haben kann: "ich spreche schnell und gut" oder "ich spreche unter Verwendung eines einfachen Alltagsvokabulars"). Diese Ausdrücke, die eher durch Gewohnheit vorgegeben sind, als durch Einbeziehung vernünftiger Erwägungen zum Ziel des Lebenslaufes, reflektieren in keinster Weise Ihr Sprachniveau in der jeweiligen Sprache: Tatsächlich kann man gut oder schlecht sprechen, schlecht oder gut lesen, etc.... Im Gegensatz dazu bekräftigen wir Sie in großem Maße, einen ganzen Satz zu verfassen, um Ihr tatsächliches Sprachniveau kenntlich zu machen (zum Beispiel: " Solide Grundvoraussetzungen- ich war 6 Monate in Großbritannien - und ich bin überzeugt, dass ein weiterer Aufenthalt von 2 Monaten völlig ausreichend sein wird, um meinen Sprachumgang gänzlich einsatzfähig zu machen"). Einige weitere Ratschläge:
DAS UNERSETZLICHE MOTIVATIONSSCHREIBEN Es handelt sich um eine äußerst neuerliche Entdeckung: Die Kandidaten müssen motiviert sein in bezug auf das Unternehmen und die angebotene Stelle, wenn nicht, wird ihre Kandidatur nicht ernst genommen werden und... wird die Personalvermittler demotivieren. All dies entspricht der absoluten Wahrheit; allerdings zweifeln wir stark daran, dass einen etwas anderes motivieren kann als eine gute Stelle in einem guten Unternehmen zu finden, solange man kein Vorstellungsgespräch mit dem Berater, der mit der Suche befasst ist und einem Verantwortlichen des Unternehmens gehabt hat. Anders ausgedrückt, wie Sie verstanden haben sind wir keine leidenschaftlichen Verfechter des Motivationsschreibens. Das heißt, wir sind im Gegenteil leidenschaftliche Verfechter des Begleitschreibens des Lebenslaufes, selbst wenn Sie via Internet antworten. Es nicht zuzusenden ist Beweis dafür, dass Sie Schwierigkeiten haben werden, sich in die Gemeinschaft einzufügen, die alle Unternehmen vereinigt, symbolische Gesten allen gemeinschaftlichen Lebens zu folgen und was sich ganz einfach als Höflichkeit ausdrückt. Dieses Schreiben muss genau das Stellenangebot bezeichnen (nicht: "ich beziehe mich auf ihr Stellenangebot", was sich viel zu oft findet...) und - falls es vom Personalvermittler erwünscht ist- sollten Sie Ihre Gehaltsvorstellungen erwähnen (es ist wichtig, zu zeigen, dass Sie wissen, was Sie Wert sind; das wirkt auf den Personalvermittler beruhigend). DAS UNUMGÄNGLICHE VORSTELLUNGSGESPRÄCH Es ist einfacher einen Lebenslauf abzusenden, als ein Vorstellungsgespräch zu bekommen. Also darf man es nicht vergeuden. Und es ist sehr einfach es zu vergeuden: Zu spät kommen und sich nicht entschuldigen (hier begegnet man wieder dieser guten alten Höflichkeitsform), kurz vorher getrunken zu haben, um sich Mut anzutrinken, einen kleinen Cognac ( Alkoholgeruch zu verbreiten, ist wirklich nicht gut angesehen), drei mal anzurufen, um genaueres über den Transportweg zu erfragen, obwohl man sich auf eine Stelle als Gebietsleiter beworben hat, das Vorstellungsgespräch zu intensiv vorzubereiten (und den Berater mit Finanzdaten zu verwirren, die ihn in Verlegenheit bringen, weil er sie nicht alle kennt), sich nicht ausreichend vorzubereiten (die Internetseite zu besuchen, ist ein Minimum), nicht natürlich zu bleiben (und vorgefertigte Sätze preiszugeben oder ein empfohlenes Verhalten anzunehmen, das man im "Leitfaden für den perfekten Kandidaten" gelesen hat), sprachlos zu bleiben ( mit dem Ziel keine Dummheiten zu sagen): In bezug auf letzteres, ist es unbestritten besser, sich dumme Fehler zu erlauben, als bei dem Berater überhaupt keinen Eindruck zu hinterlassen, welcher, mangels eines Mittels Sie zu beurteilen, Sie überhaupt nicht beurteilen wird und somit Ihre Kandidatur nicht aufrechterhalten kann... Letzter Ratschlag: Das Schlagwort des Personalsuchprozesses ist BERUHIGEN. Ihre Aufgabe besteht darin, Ihren Gesprächspartner von ihren Fähigkeiten, die Stelle in fachlicher Hinsicht zu übernehmen, Ihre Integration erfolgreich zu meistern, Ihren Willen einige Zeit im Unternehmen zu bleiben, etc zu überzeugen. Auch er muss Sie natürlich von dem Vorteil des Postens überzeugen, von der soliden Struktur, etc. Es werden weitere Ratschläge gegeben und in die Tat umgesetzt und zwar mit Hilfe von Rollenspielen im Rahmen von Berufsseminaren, die von unserem Büro ausgearbeitet wurden |